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21S2206D "Sie haben meine Seele verbrannt" (Hertha Nathorff) Bücherverbrennung 1933 und verfolgte Schriftstellerinnen

Zeitraum Mo., 10.05.2021
Kursgebühr 7,50 €
Dauer 1x
Kursleitung Nadja Bennewitz
Bemerkungen Technische Voraussetzungen:
Sie benötigen einen internetfähigen PC oder Laptop mit Lautsprecher, aber auch Tablet oder Smartphone kann funktionieren. Webcam und Mikrofon sind nicht unbedingt nötig.
Sie müssen den Nutzungsbedingungen der vhs.cloud/edudip zustimmen, um teilnehmen zu können. Den Link zum Kurs erhalten Sie rechtzeitig mit gesonderter E-Mail.

Schriftstellerinnen, Lyrikerinnen, Essayistinnen – in dem frauenfeindlichen Weltbild der Nationalsozialisten kamen solche Frauen nicht vor. Viele ihrer Bücher wurden verbrannt, vor allem die der politischen Gegnerinnen, wie die Schriften der Sozialdemokratin Juchacz oder der Kommunistin Rosa Luxemburg. Die belletristischen Werke vieler Autorinnen, die vom Typus der „Neuen Frau“ schrieben und auf dem Buchmarkt der 1920/30er Jahre Erfolge feierten, wurden von den Nazis abfällig als „Asphaltliteratur“ diffamiert und fielen unter das „Buchverbot“, davon betroffen u.a. Irmgard Keun. Viele Schriftstellerinnen wagten gezwungenermaßen den Schritt ins Exil, wie Anna Seghers, Erika Mann oder Else Lasker-Schüler, andere wurden ermordet, wie die Dichterin Gertrud Kolmar 1943 in Auschwitz.

„Brot ist ja wie Sprache: einmalig“ (Anna Seghers): Die Werke dieser schreibenden Frauen besitzen noch heute eine faszinierende sprachliche Ausdruckskraft sowie einen hohen Aussagewert für die Geschichte von Frauen zwischen Widerstand und Verfolgung.
Dieser Kurs wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus.
Der Vortrag findet online in statt. Es gibt die Möglichkeit, Fragen im Chat zu stellen.




Kursort




Datum
10.05.2021
Uhrzeit
19:00 - 21:15 Uhr
Ort
Online-Kurs