Gesellschaft / Kursdetails

19S2201 Unfein und gefährlich? Der Kampf um das Frauenwahlrecht vor hundert Jahren

Zeitraum Mo., 25.02.2019
Kursgebühr 7,50 €
Dauer 1x
Kursleitung Nadja Bennewitz

Vor 100 Jahren war es soweit: Erstmals konnten Frauen jedweden Standes zur Wahlurne gehen und sich auch selbst in die Parlamente wählen lassen. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges hatte der Rat der Volksbeauftragten das allgemeine Wahlrecht für alle Frauen und Männer ausgerufen. Gerne hätten einige das Rad der Geschichte wieder zurückgedreht, doch hinter diesen Status quo konnte man nicht mehr zurück.
Das Recht auf eine gleichberechtigte Mitsprache der Frauen am politischen Leben hatte sich die bürgerliche und proletarische Frauenbewegung hart erkämpft, wenn auch mit unterschiedlichen Mitteln. Die Auseinandersetzungen besitzen bis heute erstaunliche Aktualität. Die gemäßigten Frauenrechtlerinnen forderten zunächst nur eine Beteiligung der privilegierten Frauen am Drei-Klassen-Wahlrecht, dem "Damenwahlrecht", wie es die proletarische Kämpferin Clara Zetkin bissig nannte. Der radikale Frauenstimmrechtsverein wiederum wirkte beunruhigend auf die männliche Öffentlichkeit: In der Presse war von "hysterischen Weibern" die Rede.
Das gute Ergebnis bei der ersten Wahl, bei der 41 Parlamentarierinnen in die Nationalversammlung einzogen, täuscht darüber hinweg, dass sich hierunter nur Frauen des gemäßigten und konservativen Flügels fanden, die nicht oder erst sehr spät das Frauenwahlrecht gefordert hatten. Sie hatten jedoch von den radikalen Kämpfen profitiert.
In diesem Vortrag werden gesellschaftliche Hintergründe und politische Kämpfe um das Frauenwahlrecht fundiert und unterhaltsam aufgezeigt.
Auch mit Abendkasse für Kurzentschlossene.




Kursort

Pestalozzi Mittelschule

Schulstraße 2
90522 Oberasbach

Datum
25.02.2019
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Pestalozzi Mittelschule, Block IV, E1, Musikzi., EG, Schulstr. 2